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Familienzusammenführung (FZF) Marokko - Deutschland: Kein Aufenthaltsstatus - Asyl - Heiraten
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Erdenbewohnerin
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Beitrag: #1
Kein Aufenthaltsstatus - Asyl - Heiraten

Hallo zusammen!

In meinen Recherchen im Internet bin ich auf dieses Forum hier gestoßen. Ich habe mich auch schon etwas eingelesen und hilfreiche Tips gefunden.

Dennoch weiß ich nicht genau, wir wir am besten vorgehen sollen und hoffe auf Hilfe.

Es geht darum, dass ich hier in Deutschland einen Marokkaner kennengelernt habe, der aber keinen Aufenthaltstitel hat. Er hatte vorher einen in einem anderen europäischen EU Land, der aber ausgelaufen ist und um den er sich nicht mehr gekümmert hat. Ich bin auch Marokkanerin mit deutscher Staatsbürgerschaft. Da er hier Arbeit hat, ist er seither hier geblieben, aber ohne Status.

Nun ist es so, wie es ist und er ist illegal hier. Wir möchten nun gerne heiraten. Dazu gehört jedoch erst Mal seinen Status legal zu machen.

In meinen Recherchen habe ich nun folgende Möglichkeiten erfahren:

1. Er geht nach Marokko zurück und beantragt ein Visum zur Eheschließung, nachdem er A1 gemacht hat und der Standesamttermin feststeht, also die Anmeldung hier genehmigt wurde. Dies würde jedoch mehrere Monaten dauern.
2. Er beantragt hier Asyl und läuft aber Gefahr, dass dieser abgelehnt wird. Bei Marokkanern wird das höchstwahrscheinlich der Fall sein, oder? Jedoch wäre dies eine Möglichkeit hier zu heiraten und dann auch schneller als wenn er erst Mal nach Marokko gehen würde. Nur ist mir nicht ganz klar, inwiefern diese Heirat bei einer eventuellen Ablehnung des Antrags noch möglich ist. Und es besteht die Gefahr, dass man ihm unterstellt, er möchte durch die Heirat nur den Aufenthalt erschleichen, was aber nicht der Fall ist.
3. Er beantragt eine Duldung, bräuchte dafür aber als Voraussetzung A1, was er schlecht machen kann, da ich nicht weiß, ob er sich so ohne weiteres an einer Sprachschule anmelden kann und vor allem für die Prüfung! Außerdem müsste er blöderweise nach der standesamtlichen Eheschließung dennoch nach Marokko zurück und von dort Familiennachzug beantragen. Verstehe dieses Gesetz nicht, wenn er schon hier geheiratet hat , wieso er nochmal zurück muss. Auch das würde Zeit kosten und da wäre wie gesagt das Problem mit A1.
4. Wir heiraten in Marokko und ich beantrage Familiennachzug. Dauert aber auch und ich müsste nach Marokko, was beruflich grad nicht geht.
5. Er versucht in einem anderen europäischen Land einen EU Status zu erlangen, z.B. in Belgien oder Frankreich. Nur kenn ich mich nicht damit aus, wie das funktionieren kann.
6. Irgendwelchen anderen Ideen?

Habt ihr Ratschläge oder kennt ihr Fälle, wo es so ähnlich war und wo eine Lösung geholfen hat? Was würdet ihr mir empfehlen?

Danke schon Mal!

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10.01.2018 11:45 PM
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HeFi
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RE: Familienzusammenführung (FZF) Marokko - Deutschland: Kein Aufenthaltsstatus - Asyl - Heiraten

Du hast DAS Icon_arrowu alles richtig recherchiert,
ohne Aufenthaltstitel AT hat ER in Deutschland keine Zukunft und
ohne Ausreise und ggf. erneute Einreise mit einem Visum kann sein Aufenthalt nicht legalisiert werden.
ER kann höchstens noch die Beitrittserklärung für die Eheanmeldung beim deutschen Standesamt unterschreiben, falls eine Heirat mit einem Visum zur Eheschließung in Deutschland in Betracht kommt.
Lese dazu Heiratsvisum vrs Ehegattennachzug 9/15 http://www.forum.konsulate.de/uebersetze...#pid107861

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.01.2018 10:16 AM von HeFi.

12.01.2018 10:10 AM
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Erdenbewohnerin
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Beitrag: #3
RE: Familienzusammenführung (FZF) Marokko - Deutschland: Kein Aufenthaltsstatus - Asyl - Heiraten

HeFi schrieb:
Du hast DAS Icon_arrowu alles richtig recherchiert,
ohne Aufenthaltstitel AT hat ER in Deutschland keine Zukunft und
ohne Ausreise und ggf. erneute Einreise mit einem Visum kann sein Aufenthalt nicht legalisiert werden.
ER kann höchstens noch die Beitrittserklärung für die Eheanmeldung beim deutschen Standesamt unterschreiben, falls eine Heirat mit einem Visum zur Eheschließung in Deutschland in Betracht kommt.
Lese dazu Heiratsvisum vrs Ehegattennachzug 9/15


Hallo HeFi,

vielen Dank für deinen Beitrag! Habe ich mir durchgelesen.

Wir haben uns nun dazu entschlossen mit der Hilfe eines Anwalts einen Duldung zu beantragen, um die Ehe hier abzuschließen. Sie meinte, dass dies geht, sofern A1 vorhanden ist und alle Papiere für die Eheschließung da sind (Ehefähigkeitszeugnis etc.)

A1 kann er ohne Aufenenthaltsstatus in vielen Sprachschulen machen und alles andere ist leicht aus Marokko zu holen über die Familie.

Er könnte zwar auch direkt zurück, aber ich empfinde es als sicherer, wenn wir hier erst Mal die deutsche Ehe abschließen und er dann in Marokko das Visum zur Familienzusammenführung beantragen muss. Da ist die Wahrscheinlichkeit vielleicht geringer, dass er kein Visum hat. Er hat schließlich schon hier geheiratet. Und dann könnte man noch in Marokko die marokkanische Eheschließung nachholen oder hier im Konsulat. So hat dann die Deutsche Botschaft in Rabat gleich zwei Heiratsurkunden...

Hoffe, dass wir so ohne Abweisungen etc. ans Ziel kommen.

30.01.2018 11:03 PM
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HeFi
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Beitrag: #4
RE: Familienzusammenführung (FZF) Marokko - Deutschland: Kein Aufenthaltsstatus - Asyl - Heiraten

Auf einzelne Punkte in Deinem Beitrag #1 bin ich deshab nicht eingegangen, weil ich nicht erwartete, dass DU hier nochmal erscheinst, denn
viele laden hier im Forum nur ihr Problem ab, lesen aber keine Antworten und melden sich dann nie wieder.

Erdenbewohnerin schrieb:
Wir haben uns nun dazu entschlossen mit der Hilfe eines Anwalts einen Duldung zu beantragen, um die Ehe hier abzuschließen. Sie meinte, dass dies geht, sofern A1 vorhanden ist und alle Papiere für die Eheschließung da sind (Ehefähigkeitszeugnis etc.)

JA, das geht, sofern ihr in der verfügbaren Zeit eine ordentliche Eheanmeldung beim deutschen Standesamt hinbringt.
Was habt ihr denn bisher zur Eheanmeldung unternommen?

1. habt ihr die Listen der vorzulegenden Dokumente für beide Ehewilligen beim dt. Standesamt abgeholt,
2. wurden die für die Eheanmeldung nötigen Dokumente aus Marokko besorgt,
3. haben alle marokkanischen Dokumente die 1. und 2. Vorbeglaubigung UND die Legalisierung der dt. Botschaft in Rabat ?
Legalisation marokkanischer Urkunden Icon_arrow http://www.rabat.diplo.de/contentblob/41...140401.pdf
4. ist die Befreiung vom Ehefähigkeitszeugnis EFZ beim zuständigen OLG vom Standesamt beantragt?
EFZ OLG Marokko Icon_arrow https://www.justiz.bayern.de/media/image...082016.pdf

Erdenbewohnerin schrieb:
Er könnte zwar auch direkt zurück, aber ich empfinde es als sicherer, wenn wir hier erst Mal die deutsche Ehe abschließen und er dann in Marokko das Visum zur Familienzusammenführung beantragen muss.

Ich fürchte, die verfügbare Zeit bis zum Ablauf der Duldung könnte knapp werden, wenn ihr für die dt. Eheanmeldung bisher nichts unternommen habt.

Erdenbewohnerin schrieb:
Da ist die Wahrscheinlichkeit vielleicht geringer, dass er kein Visum hat. Er hat schließlich schon hier geheiratet. Und dann könnte man noch in Marokko die marokkanische Eheschließung nachholen oder hier im Konsulat. So hat dann die Deutsche Botschaft in Rabat gleich zwei Heiratsurkunden...

DAS Icon_arrowu ist mMn ein abwegiger Gedanke (um nicht zu sagen: Blödsinn).
Nach deutschem Recht könnt ihr nicht nochmals heiraten, wenn ihr bereits verheiratet seid (auch wenn es der selbe Partner ist).
In Deutschland wird NUR EINE Ehe anerkannt, die zweite Eheschließung ist ungültig; Bigamie ist verboten.
In Marokko mag das rechtlich zulässig sein, weil dort die Polygamie (zumindest für Männer) erlaubt und üblich ist.

Hat euch der RA erklärt was ein Duldung ist ??
Eine Duldung bekommt er von der ABH quasi "geschenkt", wenn ihm die ABH wohlgesonnen ist, dafür ist kein Antrag nötig.
Eine Duldung ist KEIN Aufenthaltstitel AT und vermittelt KEIN Aufenthaltsrecht.
Eine Duldung ist NUR eine vorübergehende Aussetzung der Abschiebung, dh Ausreisepflicht, dh eine Abschiebung kann jederzeit erfolgen.

Eine Duldung gibt ihm eine Frist + Gelegenheit zur freiwilligen Ausreise, diese sollte er unbedingt + rechtzeitig nutzen, andernfalls riskiert er eine teure Abschiebung UND eine jahrelange Einreisesperre.

Ich fürchte, bis zur unvermeidlichen Ausreise (möglichst mit GÜB) wird die Eheanmeldung + Hochzeit zeitlich nicht abzuwickeln sein.

Dann bleibt nur noch
- entweder die Wiedereinreise mit einem Visum zur Eheschließung in DE Icon_arrow http://www.rabat.diplo.de/contentblob/41...141029.pdf
- oder eine Hochzeit in Marokko und Einreise mit einem FzF-Visum zum Ehegattennachzug
Icon_arrow Rabat Merkblatt FzF 10/17 http://www.rabat.diplo.de/contentblob/51...171019.pdf

In der dt. AV in Rabat sind die Visatermine schon für Monate ausgebucht,
deshalb sollte mMn schon jetzt vorsorglich ein ein Termin für das FzF-Visum gebucht werden,
lese dazu https://forum.konsulate.de/wartezeiten-t-15055.html
Rabat Visa-Terminsystem http://www.rabat.diplo.de/Vertretung/rab...70324.html

Zitat:
Eintragung im Januar 2018 => ab November 2018

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.01.2018 10:00 PM von HeFi.

31.01.2018 09:36 PM
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Erdenbewohnerin
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Beitrag: #5
RE: Familienzusammenführung (FZF) Marokko - Deutschland: Kein Aufenthaltsstatus - Asyl - Heiraten

HeFi schrieb:
Auf einzelne Punkte in Deinem Beitrag #1 bin ich deshab nicht eingegangen, weil ich nicht erwartete, dass DU hier nochmal erscheinst, denn
viele laden hier im Forum nur ihr Problem ab, lesen aber keine Antworten und melden sich dann nie wieder.


Kann ich verstehen, ist auch komplex alles und mit viel Schreiben und Erklären verbunden. Mir ist auch aufgefallen, dass in vielen Foren die Gespräche plötzlich mitten drin aufhören. Umso mehr danke ich dir, dass du dir die Mühe machst!

HeFi schrieb:

Erdenbewohnerin schrieb:
Wir haben uns nun dazu entschlossen mit der Hilfe eines Anwalts einen Duldung zu beantragen, um die Ehe hier abzuschließen. Sie meinte, dass dies geht, sofern A1 vorhanden ist und alle Papiere für die Eheschließung da sind (Ehefähigkeitszeugnis etc.)

JA, das geht, sofern ihr in der verfügbaren Zeit eine ordentliche Eheanmeldung beim deutschen Standesamt hinbringt.
Was habt ihr denn bisher zur Eheanmeldung unternommen?

1. habt ihr die Listen der vorzulegenden Dokumente für beide Ehewilligen beim dt. Standesamt abgeholt,
2. wurden die für die Eheanmeldung nötigen Dokumente aus Marokko besorgt,
3. haben alle marokkanischen Dokumente die 1. und 2. Vorbeglaubigung UND die Legalisierung der dt. Botschaft in Rabat ?
Legalisation marokkanischer Urkunden Icon_arrow .rabat.diplo.de/contentblob/4190330/Daten/3004061/MerkblattLegalisationdt140401.pdf
4. ist die Befreiung vom Ehefähigkeitszeugnis EFZ beim zuständigen OLG vom Standesamt beantragt?
EFZ OLG Marokko Icon_arrow .justiz.bayern.de/media/images/behoerden-und-gerichte/oberlandesgerichte/bamberg/marokko082016.pdf


1. Also ich war bereits vor Wochen dort und habe mich erkundigt und gesagt, dass er eine marokk. Staatsürgerschaft hat. Sie hat mir die Bögen gegeben, die wir gerade abarbeiten.
2. Uns fehlt noch die legalisierte Geburtsurkunde. Da ist die Familie noch dran. Aber ansonsten hat er sein Certificat de Celibat und einen gültigen Pass.
3. Nur die Dokumente zur Geburtsurkunde müssen legalisiert werden. Das Certicat de celibat wohl nicht mehr. Da ist die Familie noch dran.
4. Nein, muss das denn gemacht werden? Ich dachte wenn er ein Certificat hat, entfällt das, das ist doch nur bei denen wichtig, deren Länder kein Ehefähigkeitszeugnis ausstellen? Verstehe den Link nicht, also doch beim Gericht befreien?Icon_confused

HeFi schrieb:

Erdenbewohnerin schrieb:
Er könnte zwar auch direkt zurück, aber ich empfinde es als sicherer, wenn wir hier erst Mal die deutsche Ehe abschließen und er dann in Marokko das Visum zur Familienzusammenführung beantragen muss.

Ich fürchte, die verfügbare Zeit bis zum Ablauf der Duldung könnte knapp werden, wenn ihr für die dt. Eheanmeldung bisher nichts unternommen habt.


Deswegen haben wir vor die Duldung erst dann zu beantragen, wenn wir sicher alle dokumente haben, auch Übersetzungen etc. Die Anwältin meinte, dass die Duldung beantragt wird, wenn das Standesamt die Anmeldung akzeptiert. Heißt ja dann wohl, wenn sie die Papiere akzeptiert. Sie meinte, er würde sicher eine Duldung erhalten, wenn die Eheschließung bevor steht, müsste aber danach direkt zurück. Das standesamt würde des Weiteren den Pass einziehen. Schätze mal, den kriegt er nach der Eheschließung zurück. Er geht ja auch freiweillig zurück.

HeFi schrieb:

Erdenbewohnerin schrieb:
Da ist die Wahrscheinlichkeit vielleicht geringer, dass er kein Visum hat. Er hat schließlich schon hier geheiratet. Und dann könnte man noch in Marokko die marokkanische Eheschließung nachholen oder hier im Konsulat. So hat dann die Deutsche Botschaft in Rabat gleich zwei Heiratsurkunden...

DAS Icon_arrowu ist mMn ein abwegiger Gedanke (um nicht zu sagen: Blödsinn).
Nach deutschem Recht könnt ihr nicht nochmals heiraten, wenn ihr bereits verheiratet seid (auch wenn es der selbe Partner ist).
In Deutschland wird NUR EINE Ehe anerkannt, die zweite Eheschließung ist ungültig; Bigamie ist verboten.
In Marokko mag das rechtlich zulässig sein, weil dort die Polygamie (zumindest für Männer) erlaubt und üblich ist.



In Marokko können wir tatsächlich noch die marokkanische Ehe schließen, oder in der konsularischen Vertretung. Aber es stimmt, wahrscheinlich müssen wir nur die deutsche Ehe bei Visum beantragen. dürfte mal das kleinste Problem sein, hauptsache die Deutsche klappt...

HeFi schrieb:
Hat euch der RA erklärt was ein Duldung ist ??
Eine Duldung bekommt er von der ABH quasi "geschenkt", wenn ihm die ABH wohlgesonnen ist, dafür ist kein Antrag nötig.
Eine Duldung ist KEIN Aufenthaltstitel AT und vermittelt KEIN Aufenthaltsrecht.
Eine Duldung ist NUR eine vorübergehende Aussetzung der Abschiebung, dh Ausreisepflicht, dh eine Abschiebung kann jederzeit erfolgen.

Eine Duldung gibt ihm eine Frist + Gelegenheit zur freiwilligen Ausreise, diese sollte er unbedingt + rechtzeitig nutzen, andernfalls riskiert er eine teure Abschiebung UND eine jahrelange Einreisesperre.

Ich fürchte, bis zur unvermeidlichen Ausreise (möglichst mit GÜB) wird die Eheanmeldung + Hochzeit zeitlich nicht abzuwickeln sein.


Die Anwältin meinte, er würde eine Duldung erhalten für die Zeit der Eheschließung, aber weils knapp ist nur wenn er ALLE Dokumente bereits hat. D.h. A1 und aus Marokko und diese korrekt sind. Er müsse nur danach direkt wieder ausreisen und den Rest in Marokko machen. Für mich wäre es aber ein Vorteil, da wir danach unsere Hochzeit feiern könnten, dann ist es egal ob hier oder in Marokko.

Was ist GÜB?
Das standesamt meinte, sie brauchen 2 bis 4 Wochen, bis klar ist ob und wann er heiraten darf. Wenn alles gut geht, müssten wir in einem bis 1,5 Monaten alles duch haben.
Natürlich würde er sofort ausreisen. aber würde er dennoch Einreisesperren erhalten, wenn er fristgerecht ausreist?? Und muss er da auch zahlen? Davon hat sie nichts gesagt?
Sie meinte, sie begleitet uns lieber beim Antrag etc., weil man das alleine nur schwer durchblickt. Von mir aus gern...Bis zu dem Zeitpunkt, an dem er heiraten möchte, weiß ja noch keine offizielle Behörde, dass er da ist. Also muss ab der Anmeldung im Standesamt alles korrekt und schnell verlaufen.

Das einzigste was passieren könnte, wäre eine Ablehnung der Heirat im Standesamt, oder? Aber da muss man halt deren Fragen ehrlich beantworten da wüsste ich nicht, warum man die Eheschließung verwehren wollen würde...

HeFi schrieb:
Dann bleibt nur noch
- entweder die Wiedereinreise mit einem Visum zur Eheschließung in DE Icon_arrow.rabat.diplo.de/contentblob/4162830/Daten/5478736/MerkblattEheschliessung141029.pdf
- oder eine Hochzeit in Marokko und Einreise mit einem FzF-Visum zum Ehegattennachzug
Icon_arrow Rabat Merkblatt FzF 10/17 .rabat.diplo.de/contentblob/5151304/Daten/7924514/MerkblattFamilienzusammenfhrung171019.pdf

In der dt. AV in Rabat sind die Visatermine schon für Monate ausgebucht,
deshalb sollte mMn schon jetzt vorsorglich ein ein Termin für das FzF-Visum gebucht werden,
lese dazu forum.konsulate.de/wartezeiten-t-15055.html
Rabat Visa-Terminsystemrabat.diplo.de/Vertretung/rabat/de/04-konsular-bzw-visainformationen/visa-seiten/0-visaabteilung-nat-visa-170324.html

Zitat:
Eintragung im Januar 2018 => ab November 2018



Ach du meine Güte, erst im November? Das wäre ja echt mies, dann wäre er bis November 2018 minimum plus drei weitere Monate der Bearbeitung in Marokko? Das geht gar nicht! Wir wollten bis spätestens Sommer zusammen ziehen. Und auch finanziell wäre das was hart. Er hat hier Aussicht auf mehrere gute Anstellungen. Wir sind eig schon auf Wohnungssuche. Kann man sich ja alles sparen, wenn es fast ein Jahr dauert, bis er wieder hier ist. Icon_eek

Ohweia, wenn ich das sehe, dann frage ich mich mittlerweile ob es nicht doch mehr Sinn macht zusammen zu ziehen und mit seiner Familienplanung zu beginnen und im Zuge dessen das Visum zu beantragen, als dieser ganze Stress und die Zeit, in der man getrennt ist. Auch wenn wir das Problem mit dem Aufenthalt gelöst hätten, wäre dieser Zeitfaktor echt hart...Icon_cry

wie war das, mit 7 Monaten Schwangerschaft, kann er mit Härtefall hier bleiben? Das wurde ich übrigens als erstes von den Anwälten gefragt, ob ich denn schon schwanger sei...Natürlich rät kein Anwalt dazu hhh, aber wenn man sowieso Kinder plant, dann ganz ehrlich, sollte man sich diese Variante überlegen.Icon_confused Bin echt confused jetzt...

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.02.2018 01:18 PM von Erdenbewohnerin.

03.02.2018 01:14 PM
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HeFi
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RE: Familienzusammenführung (FZF) Marokko - Deutschland: Kein Aufenthaltsstatus - Asyl - Heiraten

Erdenbewohnerin schrieb:
4. Nein, muss das denn gemacht werden? Ich dachte wenn er ein Certificat hat, entfällt das, das ist doch nur bei denen wichtig, deren Länder kein Ehefähigkeitszeugnis ausstellen?

Marokko stellt mW KEIN Ehefähigkeitszeugnis EFZ aus, deshalb ist eine Befreiung vom EFZ vom zuständigen OLG erforderlich; frag' das Standesamt.

Erdenbewohnerin schrieb:
Die Anwältin meinte, ... er würde sicher eine Duldung erhalten, wenn die Eheschließung bevor steht...

JA, aber bis zur schriftlichen Bestätigung der abgeschlossenen Eheanmeldung (incl. OLG-Beschluss) müsst ihr erstmal kommen, das ist ja das Problem.

Erdenbewohnerin schrieb:
Das standesamt würde des Weiteren den Pass einziehen. Schätze mal, den kriegt er nach der Eheschließung zurück. Er geht ja auch freiweillig zurück.

NEIN, das Standesamt zieht den Pass nicht ein, meldet aber die beabsichtigte Eheschließung der ABH und
die ABH zieht den Pass bis zur freiwilligen Ausreise oder ggf Abschiebung ein.

Erdenbewohnerin schrieb:
Die Anwältin meinte, er würde eine Duldung erhalten für die Zeit der Eheschließung ...
Sie meinte, sie begleitet uns lieber beim Antrag etc., weil man das alleine nur schwer durchblickt.

JA, es ist sehr sinnvoll, dass ER nur mit anwaltlicher Begleitung zur ABH geht, weil die ABH auch noch "Andere" hinzuholen könnte, denn es stehen ja auch Straftaten im Raum zB illegaler Aufenthalt, Schwarzarbeit.
Am besten wäre es, wenn er seine beabsichtigte freiwillige Ausreise der ABH gleich mit einem Ausreise-Ticket glaubhaft machen könnte. Dann bekommt er von der ABH eine Grenzübertrittsbescheinigung GÜB, die bei der Ausreise von der BP abgestempelt und zur ABH zum Beweis seiner Ausreise zurückgeschickt wird.
Reist er nicht freiwillig aus, kann's teuer werden --> wg Abschiebekosten + Einreisesperre.

Erdenbewohnerin schrieb:
wie war das, mit 7 Monaten Schwangerschaft, kann er mit Härtefall hier bleiben?

NEIN, denn DAS Icon_arrowu betrifft NUR Schwangere, denen nach dem 7. Schwangerschaftsmonat keine Ausreise mehr zugemutet werden kann, ER ist aber nicht schwanger oder?

Wie wird denn der Lebensunterhalt LU (incl. KV) gesichert ?
Ist Wohnraum vorhanden?

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.02.2018 02:25 PM von HeFi.

04.02.2018 02:07 PM
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Erdenbewohnerin
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RE: Familienzusammenführung (FZF) Marokko - Deutschland: Kein Aufenthaltsstatus - Asyl - Heiraten

HeFi schrieb:

Erdenbewohnerin schrieb:
4. Nein, muss das denn gemacht werden? Ich dachte wenn er ein Certificat hat, entfällt das, das ist doch nur bei denen wichtig, deren Länder kein Ehefähigkeitszeugnis ausstellen?

Marokko stellt mW KEIN Ehefähigkeitszeugnis EFZ aus, deshalb ist eine Befreiung vom EFZ vom zuständigen OLG erforderlich; frag' das Standesamt.

Erdenbewohnerin schrieb:
Die Anwältin meinte, ... er würde sicher eine Duldung erhalten, wenn die Eheschließung bevor steht...

JA, aber bis zur schriftlichen Bestätigung der abgeschlossenen Eheanmeldung (incl. OLG-Beschluss) müsst ihr erstmal kommen, das ist ja das Problem.

Erdenbewohnerin schrieb:
Das standesamt würde des Weiteren den Pass einziehen. Schätze mal, den kriegt er nach der Eheschließung zurück. Er geht ja auch freiweillig zurück.

NEIN, das Standesamt zieht den Pass nicht ein, meldet aber die beabsichtigte Eheschließung der ABH und
die ABH zieht den Pass bis zur freiwilligen Ausreise oder ggf Abschiebung ein.

Erdenbewohnerin schrieb:
Die Anwältin meinte, er würde eine Duldung erhalten für die Zeit der Eheschließung ...
Sie meinte, sie begleitet uns lieber beim Antrag etc., weil man das alleine nur schwer durchblickt.

JA, es ist sehr sinnvoll, dass ER nur mit anwaltlicher Begleitung zur ABH geht, weil die ABH auch noch "Andere" hinzuholen könnte, denn es stehen ja auch Straftaten im Raum zB illegaler Aufenthalt, Schwarzarbeit.
Am besten wäre es, wenn er seine beabsichtigte freiwillige Ausreise der ABH gleich mit einem Ausreise-Ticket glaubhaft machen könnte. Dann bekommt er von der ABH eine Grenzübertrittsbescheinigung GÜB, die bei der Ausreise von der BP abgestempelt und zur ABH zum Beweis seiner Ausreise zurückgeschickt wird.
Reist er nicht freiwillig aus, kann's teuer werden --> wg Abschiebekosten + Einreisesperre.

Erdenbewohnerin schrieb:
wie war das, mit 7 Monaten Schwangerschaft, kann er mit Härtefall hier bleiben?

NEIN, denn DAS Icon_arrowu betrifft NUR Schwangere, denen nach dem 7. Schwangerschaftsmonat keine Ausreise mehr zugemutet werden kann, ER ist aber nicht schwanger oder?

Wie wird denn der Lebensunterhalt LU (incl. KV) gesichert ?
Ist Wohnraum vorhanden?


Hallo HeFi,

danke nochmals für deine Ausführungen. Darf ich dich fragen, ob du beruflich mit diesem Thema zu tun hast? Du kennst dich sehr gut aus! Icon_arrowu

Ehefähigkeitsbescheinigung: Ich glaube ich habe das mit der Ledigkeitsbescheinigung verwechselt. Ich habe in den Unterlagen nochmal nachgeschaut und tatsächlich wurde es angekreuzt, dass die Befreiung beantragt werden muss. Icon_rolleyes Dauer vier Wochen!
Das führt nun zur Frage, ob vier Wochen inklusive der Bearbeitung des Rests oder extra...Dann wäre ja man schon bei fast 2 Monaten Icon_confused

HeFi schrieb:
NEIN, das Standesamt zieht den Pass nicht ein, meldet aber die beabsichtigte Eheschließung der ABH und
die ABH zieht den Pass bis zur freiwilligen Ausreise oder ggf Abschiebung ein.


Ach genau,so war das. Bei den vielen Details aus dem Gespräch konnte ich mir leider nicht alles merken.

HeFi schrieb:
JA, es ist sehr sinnvoll, dass ER nur mit anwaltlicher Begleitung zur ABH geht, weil die ABH auch noch "Andere" hinzuholen könnte, denn es stehen ja auch Straftaten im Raum zB illegaler Aufenthalt, Schwarzarbeit.
Am besten wäre es, wenn er seine beabsichtigte freiwillige Ausreise der ABH gleich mit einem Ausreise-Ticket glaubhaft machen könnte. Dann bekommt er von der ABH eine Grenzübertrittsbescheinigung GÜB, die bei der Ausreise von der BP abgestempelt und zur ABH zum Beweis seiner Ausreise zurückgeschickt wird.
Reist er nicht freiwillig aus, kann's teuer werden --> wg Abschiebekosten + Einreisesperre.


ach so läuft das, hatte mich schon gefragt, wie die prüfen wollen, dass er ausgereist ist. Und wann sollte er bestenfalls das Flugticket vorzeigen? Am Anfang weiß mans ja nicht, wann der Standesamtliche Termin durch ist.

Und ist es egal wohin er ausreist? Oder muss es Marokko sein? Er hat noch Familie im europäischen Umland.

HeFi schrieb:
NEIN, denn DAS Icon_arrowu betrifft NUR Schwangere, denen nach dem 7. Schwangerschaftsmonat keine Ausreise mehr zugemutet werden kann, ER ist aber nicht schwanger oder?

Wie wird denn der Lebensunterhalt LU (incl. KV) gesichert ?
Ist Wohnraum vorhanden?


Nein, er ist und wird auch nie schwanger, zweifelsohne Wink
Anwältin meinte, dass wenn wir zusammen leben würden und ich als Ehefrau schwanger wäre, dann könnte man eine Ausreise verhindern, da er Vater eines deutschen Kindes wird und weil es für die Ehefrau zu schwierig wird, die Schwangerschaft alleine durchzustehen. Ich habe selbst keine Familie hier. Manche machen das wohl so, dass sie einfach nichts unternehmen und ihr Leben fortsetzen, bis die Kinder da sind. Ich kenne zumindest Bekannte denen es in ähnlichen Situationen so ergangen ist.

Er arbeitet ab und an mal durch kurzfristige Jobs, KV hat er nicht wegen der Umstände. Ich verdiene aber genug für beide. Wohnung suche ich gerade und hoffe bald fündig zu werden.

Es ist nicht die idealste Situation, aber nun versuchen wir das Beste daraus zu machen. Ich fände es nicht gut, wenn er plötzlih ein Jahr weg wäre. Besser wäre es wenn er kurz vor dem Termin, wann auch immer dieser vergeben wird, zurück gehen kann, aber da stünde ja wiederrum die Ausreise wegen Duldung dazwischen, ohne die die Heirat wiederum nicht möglich wäre. Ich hoffe wir entscheiden uns für das Richtige.
Was würdest du raten Hefi?

04.02.2018 08:31 PM
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HeFi
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RE: Familienzusammenführung (FZF) Marokko - Deutschland: Kein Aufenthaltsstatus - Asyl - Heiraten

Für die Bearbeitung der Eheanmeldung incl. OLG-Beschluss sollten mMn mind. 3 Monate eingeplant werden.
Ich fürchte, die Zeit dafür wird knapp.
Die schriftliche Eheanmeldung vom dt. Standesamt ist auch nur 6 Monate gültig. dh wird innerhalb dieser 6 Monate in einem dt. Standesamt NICHT geheiratet, muss das ganze standesamtliche Anmeldeverfahren mit neuen, aktuellen Urkunden erneut durchlaufen werden.

Erdenbewohnerin schrieb:
Die Anwältin meinte, er würde eine Duldung erhalten für die Zeit der Eheschließung ...
Sie meinte, sie begleitet uns lieber beim Antrag etc., weil man das alleine nur schwer durchblickt.

JA, es ist auch schon vorgekommen, dass die ABH mit "weiteren Beamten" zum Eheschließungstermin im Standesamt erschienen ist. Auch deshalb ist anwaltliche Begleitung in eurer Situation sehr sinnvoll.

Erdenbewohnerin schrieb:
...Darf ich dich fragen, ob du beruflich mit diesem Thema zu tun hast? ...

NEIN, ich hab' mit diesen Themen beruflich nichts zu tun.

Erdenbewohnerin schrieb:
Und ist es egal wohin er ausreist? Oder muss es Marokko sein? Er hat noch Familie im europäischen Umland.

NEIN, lt. Visa-Handbuch muss/kann er den Visa-Antrag nur dort stellen, wo ER seinen "gewöhnlichen Aufenthalt" (zB Wohnsitz) hat, ein kurzer Besuch im europäischen Umland reicht dafür nicht.

Erdenbewohnerin schrieb:
Anwältin meinte, dass wenn wir zusammen leben würden und ich als Ehefrau schwanger wäre, dann könnte man eine Ausreise verhindern, da er Vater eines deutschen Kindes wird und weil es für die Ehefrau zu schwierig wird, die Schwangerschaft alleine durchzustehen.

DAS Icon_arrowu kann im Einzelfall mal zutreffen, halte ich aber für eine Illusion bzw Spekulation, darauf würde ich mich nicht einlassen.
Inwieweit sollte seine Anwesendheit während der Schwangerschaft sooo notwendig sein, dass eine Aufenthaltserlaubnis AE dafür gerechtfertigt wäre?
Soll er Dir beim Einkaufen oder bei der Schwangerschaftsgymnastik helfen ??
Schwangerschaft ist keine Krankheit.

Auch nach einer Hochzeit ist das Thema Aufenthaltserlaubnis AE für euch noch keineswegs durch,
denn da steht ja möglicherweise auch noch der Verdacht auf Scheinehe im Raum,
dh dass die Ehe nur deshalb geschlossen wurde, um ihm ein Aufenthaltsrecht zu verschaffen.
Lese § 27 Abs. 1a AufenthG http://www.buzer.de/gesetz/4752/a65961.htm

Zitat:
(1a) Ein Familiennachzug wird nicht zugelassen, wenn
1. feststeht, dass die Ehe oder das Verwandtschaftsverhältnis ausschließlich zu dem Zweck geschlossen oder begründet wurde, dem Nachziehenden die Einreise in das und den Aufenthalt im Bundesgebiet zu ermöglichen, oder ..

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.02.2018 02:34 PM von HeFi.

06.02.2018 02:06 PM
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Beitrag: #9
RE: Familienzusammenführung (FZF) Marokko - Deutschland: Kein Aufenthaltsstatus - Asyl - Heiraten

HeFi schrieb:

Erdenbewohnerin schrieb:
Anwältin meinte, dass wenn wir zusammen leben würden und ich als Ehefrau schwanger wäre, dann könnte man eine Ausreise verhindern, da er Vater eines deutschen Kindes wird und weil es für die Ehefrau zu schwierig wird, die Schwangerschaft alleine durchzustehen.

DAS Icon_arrowu kann im Einzelfall mal zutreffen, halte ich aber für eine Illusion bzw Spekulation, darauf würde ich mich nicht einlassen.
Inwieweit sollte seine Anwesendheit während der Schwangerschaft sooo notwendig sein, dass eine Aufenthaltserlaubnis AE dafür gerechtfertigt wäre?
Soll er Dir beim Einkaufen oder bei der Schwangerschaftsgymnastik helfen ??
Schwangerschaft ist keine Krankheit.

Dazu gibt's einen alten Beschluss des BayVGH, der die Ansicht Deiner Anwältin mMn stützt und für sie nützlich sein könnte Icon_arrowd
Bayerischer VGH · Beschluss vom 22. Juli 2008 · Az. 19 CE 08.781 Icon_arrow https://openjur.de/u/370029.html
BayVGH zur Voraussetzung für VisaNachholung b. Duldung + Rechtsanspruch

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.02.2018 03:51 PM von HeFi.

11.02.2018 03:28 PM
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